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Verschollene Spuren

Lesung

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

ganz herzlich möchten wir sie hinweisen und einladen zu einer Veranstaltung von VHS Bad Urach-Münsingen und der Gedenkstätte Grafeneck – Dokumentationszentrum am kommenden Mittwoch:

Lesung aus dem Kriminalroman "Verschollene Spuren" mit dem Autor Professor Görlich
Zeit: 18.01.2017 - 20:00 Uhr
Raum: Altes Rathaus, Münsingen

"Verschollene Spuren"
Rudolf Meissner, frisch pensionierter Kriminaldirektor aus Stuttgart, lässt sich im Dorf seiner Kindheit nieder – und macht sich schon nach kurzer Zeit gründlich unbeliebt. Bei seinen Recherchen zu einem mysteriösen, nie aufgeklärten Verbrechen, das ihn seit Kindertagen beunruhigt hat, stößt Meissner auf massiven Widerstand. Dennoch zieht der Fall immer weitere Kreise, bis in die Gegenwart und nach Berlin, wo ein betagter Professor ermordet wird, bevor Meissner ihn befragen kann. Auch in der vermeintlich heilen Sechzigerjahre-Welt seines Dorfes tun sich immer neue Abgründe auf. Wie das alles zusammenhängt? Der sympathisch-sture Exkriminalist tappt lange im Dunkeln. Erst durch einen anonymen Hinweis auf die NS-Zeit wird er auf Schloss Grafeneck aufmerksam, wo 1940 im Rahmen der »Aktion T4« weit mehr als zehntausend Menschen umgebracht wurden. Liegt hier der Schlüssel für die unheilvollen Ereignisse in seinem Dorf, die über Jahrzehnte mehrere Familien ins Unglück stürzten?

Der 18. Januar
Der 18. Januar ist ein so unbekannter wie schicksalsschwerer Tag im deutschen Erinnerungskalender. An diesem Tag des Jahres 1940 begann die systematische Ermordung von psychisch kranken und geistig behinderten Menschen aus Heil- und Pflegeeinrichtungen. Die erste Vernichtungsstätte der nach dem Krieg „Aktion T4“ genannten Verbrechen war Grafeneck im heutigen Kreis Reutlingen (Baden-Württemberg). Am 18. Januar rollte von Grafeneck aus erstmals einer der grauen Busse Richtung München in die bayerische Heilanstalt Eglfing-Haar. 25 Patienten wurden an diesem Tag nach Grafeneck deportiert und ermordet.

Der Roman „Verschollene Spuren“ verknüpft eine fiktionale Handlung mit der wahren Geschichte Grafenecks. Der 18. Januar ist der Tag an dem vor 77 Jahren die „Euthanasie“-Verbrechen ihren Anfang nahmen. Harald Görlich, Jahrgang 1955 (Studium der Wirtschaftspädagogik an der Universität Mannheim, Promotion zum Dr. phil.), verfolgt mit seinem historischen Romanen das Ziel, ein Bewusstsein und ein Interesse für die deutsche Geschichte zu schaffen. Die Idee zu "Verschollene Spuren" kam ihm nach dem Besuch der Gedenkstätte Grafeneck, die er als Mahnung für den unbedingten Einsatz für Humanität und Menschenwürde versteht.

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